RATGEBER

Wie viel kostet eine Bestattung?

In Folge eines Todesfalls sind die Erben dazu verpflichtet, eine Beerdigung zu finanzieren. Für eine Bestattung können dabei leicht Kosten zwischen 4.000 bis 10.000 Euro anfallen. Die Kosten variieren je nach Bestattungsart, Ausführung und Region.

 

Wie setzen sich die Kosten zusammen?

 

Die Kosten setzen sich aus den Leistungen eines Bestatters, öffentlichen Gebühren und Fremdleistungen wie z. B. für Blumenschmuck, Todesanzeige und Trauerfeier zusammen. 

Zu den direkten Leistungen eines Bestatters gehören unter anderem die Bereitstellung eines Sargs oder einer Urne sowie die Überführung des Verstorbenen. Formalitäten wie Beantragung der Sterbeurkunde können auch vom Bestattungsunternehmen übernommen werden. Für Blumenschmuck, Kremationsgebühren, Traueranzeige und Trauerkarten entstehen noch einmal extra Kosten. Einen großen Teil der Bestattungskosten machen darüber hinaus die Friedhofsgebühren, Grabpflege, Grabstein und die Kosten des Steinmetzes aus.

 

Große Preisunterschiede entstehen auch bei der Wahl der Bestattungsart. Es gibt Wahlmöglichkeiten zwischen Erdbestattung, Feuerbestattung, Seebestattung und einer Baumbestattung. Die anonyme Feuerbestattung ist dabei die günstigste Bestattungsart. 

 

Wer muss die Kosten der Bestattung zahlen?

 

Gesetzlich sind die Erben dazu verpflichtet, die Kosten der Bestattung zu tragen. Die engsten Angehörigen wie beispielsweise der Ehepartner oder die Kinder tragen außerdem die Pflicht zur Organisation der Bestattung des Verstorbenen. Kann die Bestattung nicht von den Erben getragen werden und auch nicht von der kostentragungspflichtigen Person übernommen werden, kann ein Antrag auf eine Sozialbestattung gestellt werden.

 

 

Wer seine Familie dieser finanziellen Belastung nicht aussetzen möchte, hat die Möglichkeit, für seine Beerdigung vorzusorgen und eine Sterbegeldversicherung abzuschließen.

 

 

Wer seine Familie dieser finanziellen Belastung nicht aussetzen möchte, hat die Möglichkeit, für seine Beerdigung vorzusorgen und eine Sterbegeldversicherung abzuschließen.

 

Warum ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?

 

Seit dem 1. Januar 2004 gibt es kein Sterbegeld vom Staat bzw.  von der Kranken- oder Rentenversicherung mehr. Wer seine Familie und Angehörigen vor Risiken und Belastungen schützen will, muss heute selbst handeln und Vorsorge treffen.

 

Eine private Sterbegeldversicherung zahlt bei Tod des Versicherungsnehmers ein Sterbegeld an die Angehörigen. Mit diesem Sterbegeld kann die Bestattung nach den Wünschen des Verstorbenen ausgerichtet werden, ohne dass die Angehörigen finanziellen Belastungen ausgesetzt werden.

 

Im Todesfall zahlt die Versicherung (nach einer bestimmten Wartezeit) auch dann, wenn noch nicht das gesamte Kapital eingezahlt wurde. Zudem gilt eine Sterbegeldversicherung bei angemessener Höhe als zweckgebundene Bestattungsvorsorge und ist vor dem Zugriff des Sozialamtes sicher und auch steuerfrei. Der Grund dafür ist, dass diese Versicherung als Lebensversicherung eingestuft wird, die prinzipiell steuerfrei ausgezahlt werden.

 

Wie funktioniert eine Sterbegeldversicherung?

 

Wie bei einer Kapitallebensversicherung wird der vereinbarte Versicherungsbetrag, bei der Fürsorgekasse z. B. zwischen 500 und 7.500 Euro, nach einem Todesfall an die Angehörigen ausgezahlt.

Die Sterbegeldversicherung kann in Form einer Einmalzahlung geregelt werden. Üblicher ist jedoch die Zahlung von Monatsbeiträgen. Wie hoch diese ausfallen, hängt bei der Fürsorgekasse vom Alter des Versicherten bei Versicherungsbeginn und der Höhe der Versicherungssumme ab.

 

 

Hier finden Sie mehr Informationen zur Sterbegeldversicherung der Fürsorgekasse.